2012



Zeit für Neue Musik 2012

Komponisten interpretieren – Interpreten komponieren

Alle Konzerte im Kammermusiksaal der Firma Steingraeber & Söhne Bayreuth

21.6.2012, 19.30 Uhr
Komponistenporträt Georg Lawall – zum 60. Geburtstag
Der Gitarrist und Komponist spielt eigene Werke

Der „Fingerspitzenzauberer und Multisaitenkünstler“ (FAZ) Georg Lawall (Künstler des Jahres 78 der Phonoakademie) ist in einer Zeit des Spezialistentums eine erstaunliche Ausnahme. Die ‚Phänomenale Multibegabung’ (Phonoforum 3/89) hat auf breiter Ebene, als Gitarrist, Sitarspieler und Komponist Außergewöhnliches erbracht. Zudem hat er zuletzt als Verfasser eines Kulturromans, von Kurzgeschichten und Gedichten überrascht. Lawall interpretiert im ersten Teil des Konzerts seine Komposition MIMENSPIEL ein Stück, das die Beziehung von Körper - Geist - Seele nach dem Motto 'Frei ist, wer in Fesseln tanzen kann' behandelt. Danach spielt er neben der Sitarval, einer weiterentwickelten Sitar, auch einige seiner zündenden Weltmusikstücke. Mann muss es erlebt haben, was er aus seiner Konzertgitarre mit Humor, Kreativität und Können alles hervorzaubert!

22.6.2012, 19.30 Uhr
Ensemble Musica Viva
Marie Schmalhofer, Sopran
Helmut W. Erdmann, Flöte
Bernd Kremling, Schlagzeug
Helmut Bieler, Klavier
Werke von Elke Tober-Vogt, John Cage, Louis Andriessen, Helmut W. Erdmann, Bernd Kremling und Helmut Bieler 

Das Konzert des Ensemble Musica Viva wird dieses Mal einen weiten musikästhetischen Bogen spannen. Ein Mittelpunkt bildet dabei „Variations I“ von John Cage, dessen 100. Geburtstag in diesem Jahr weltweit gefeiert wird. Der andere „Altmeister“ im Programm ist Louis Andriessen, dessen phantasievolle Musik oft durch Malerei inspiriert wurde. Die jüngste Komponistin des Abends, Elke Tober-Vogt aus Schweinfurt, wird mit ihrem farbenreichen „Sonnenhymnus“ vertreten sein. Dazwischen stehen neuere und ältere Kompositionen der Mitwirkenden. So bietet das Programm einen spannungsreichen Einblick in verschiedenste Stile und Techniken der Neuen Musik.  

23.6.2012, 19.30 Uhr
Duo concertante Bayreuth
Tobias van der Pals, Violoncello
Wolfram Graf, Klavier
Werke von Georg Lawall, Thomas Agergaard, Horst Lohse, György Ligeti und Helmut Bieler

Der schwedische Topcellist Tobias van der Pals zeichnet sich neben seiner überragenden technischen Fertigkeiten durch die außergewöhnliche Zusammenstellung seiner Programme aus. Dabei beherrscht er das klassisch-romantische Repertoire ebenso wie die aktuell für sein Instrument geschriebene Musik. Zahlreiche Ur- und Erstaufführungen, zumeist ihm gewidmet, bestimmen seinen musikalischen Werdegang. Auch für diesen Abend ist eine Premiere angekündigt, so wird van der Pals ein Cellosolo des Dänen Thomas Agergaard spielen, der traditionelle Kompositionstechniken mit Jazz-Elementen verbindet. Seit vielen Jahren konzertiert Tobias van der Pals regelmäßig mit Wolfram Graf, der neben den Duowerken des Abends ebenfalls Solokompositionen u. a. von Georg Lawall aufführen wird, dem das diesjährige Komponistenporträt gewidmet ist.   

24.6.2012, 11.00 Uhr
Matinée – Solokonzert
Florian Meierott, Violine
Werke von Béla Bartók, Florian Meierott, Wolfram Graf und Klaus Hinrich Stahmer
Wenn der Geiger Florian Meierott mit seiner Violine alleine auftritt, darf man getrost etwas Besonderes erwarten. Hier präsentiert er Werke für Violine solo, die es in sich haben: die Uraufführung des Solostückes „Bestimmung“ von Wolfram Graf, die Fantasie  von Klaus Hinrich Stahmer und die Solosonate von Béla Bartók. Umrahmt wird das Konzert, das der vielfach ausgezeichnete Geiger auf seiner Stainervioline von 1678 spielen wird, von zwei seiner eigenen Werke: „Stabat Mater“, welches er vor kurzem in der Berliner Philharmonie aus der Taufe hob, und „1945“.

24.6.2012, 19.30 Uhr
Streichquartett
PiKap Quartett
Martin Kaplan – Violine
Lenka Šimandlová – Violine
Miljo Milev – Viola
Petr Pitra – Violoncello
Eydís Franzdóttir – Oboe d'amore
Werke von Helmut Bieler, Wolfram Graf, Sigurdur Saevarsson und Daniel Pitra 
Die Mitglieder des im Jahr 2000 gegründeten tschechischen PiKap Quartetts verbindet die Liebe zur Kammermusik gleichermaßen wie eine jahrelange Verbundenheit der Musiker untereinander. Neben dem klassischen Repertoire pflegt das Ensemble insbesondere die Werke der tschechischen Meister sowie zeitgenössische Musik, welche von den Künstlern regelmäßig in Tourneen durch viele europäische Länder bis hin nach Island in mitreißenden und das Publikum begeisternden Interpretationen vorgestellt wird. Als Besonderheit wirkt die isländische Oboistin Eydís Franzdóttir bei einer Komposition ihres Landsmannes Saevarsson sowie bei der Uraufführung des Oboenquintetts von Daniel Pitra, dem Sohn des Quartett-Cellisten und Ensemblegründers Petr Pitra, mit.    


 

© 2017 |Zeit für Neue Musik